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Dominique Pagnier |
wurde am 24. Juni 1951 geboren, am Ende einer Gasse in Saint-Julien-les-Villas, einer kleinen Ortschaft bei Troyes, der mittelgroßen Stadt an der Grenze zwischen der trockenen Champagne und der Bour-gogne. Er verbrachte dort seine Kindheit in einer Atmosphäre, wo sich die katholische Frömmigkeit seiner Großmutter mit den Erinnerungen des Großvaters an den Ersten Weltkriegs vermischte, in einer Atmosphäre, zu der auch die Berichte seines Vaters über eine glücklich verlaufene Gefangenschaft in Deutschland beitrugen und die seiner Mutter, die nach dem Krieg im Internat eines Gymnasiums in Freiburg im Breisgau war. Seine eigene Gymnasialzeit verbrachte er bei den Oblaten des Hl. Franz von Sales. Seine ersten Gedichte schrieb er mit ungefähr sechzehn Jahren unter dem Einfluß Mussets. Regelmäßige Aufenthalte in Deutschland und Österreich ab dem elften Lebensjahr lassen ihn nach und nach die Kultur des deutschsprachigen Raums entdecken. So liest er mit leidenschaftlichem Interesse Hölderlin, Kleist, Trakl und Weinheber. Nachdem er in Troyes ansässig geworden ist, wo er als Französischlehrer an einer Fachoberschule arbeitet, beginnt er, in Zeitschriften zu veröffentlichen, insbesondere im belgischen Journal des poètes, wo von 198o bis 1986 regelmäßig Texte von ihm erscheinen. Sein erster Gedichtband wird 1983 veröffentlicht; in dieses Jahr fällt auch die für ihn entscheidende Entdeckung des Werkes von Jean Grosjean. Die folgenden vier Bücher erscheinen bei Gallimard ab 199o, seitdem auch regelmäßige Beiträge, Gedichte, Prosatexte und Essays, in der von Jacques Réda geleiteten Zeitschrift NRF. 1995 erhält er ein Stipendium des Centre national du Livre. Seit 1996 hat er, ohne die Lyrik zu vernachlässigen, mehrere Bücher mit erzählender Prosa veröffentlicht; das von der französischen Kritik am meisten beachtete, La Vraie, erzählt auf poetische Weise die Geschichte seiner Verbundenheit mit Deutschland. BIBLIOGRAPHIE Heures d'empire, Gedichte, Les Cahiers bleus, 1983 Faubourg des visionnaires, Gedichte, Gallimard, 199o Les vies simultanées, Gedichte, Gallimard 1994 La faveur de l'obscurité, Gedichte, Gallimard, 1996 Les filles de l'air, Erzählungen, Le Dilettante, 1997 Les amours, Gedichte, Gallimard, 1998 La Vraie, Prosa, Gallimard, 1999 Les sœurs clair de lune, Roman, Gallimard, 2oo1 Mon album Schubert, Gallimard 2oo6 |